Eis im Park Schaffhausen

Von der Schnapsidee zur blanken Realität
Im August 2014 fand alles seinen Anfang. Bei der GSK Managementtagung sprachen erstmals der gerade neue Geschäftsführer des KSS Freizeitparks Schaffhausen, Ueli Jäger und der Geschäftsführer der AST, Andreas Witting über Ideen und Möglichkeiten für ein spezielles und weltweit einzigartiges Eisbahnprojekt zum 50 jährigen Bestehen der KSS Schaffhausen. In einer heiteren Runde in einer Schweizer Alphütte wurde das geboren, was nach der ersten Kalkulation schon als Schnapsidee verworfen worden war. Der wunderschöne Park des Freibads, im Winter jeweils praktisch ungenutzt, sollte in der Zeit zwischen November 2016 - Januar 2017 mit einer rund 350 Meter langen Eispiste aufgewertet werden. Es folgten aufwändige Machbarkeitsstudien von Seiten AST und nicht minder zeitintensive Sponsorensuche und einzelne Manöver in Kooperation mit Behörden und Interessengruppen seitens Ueli Jäger und seinem Team. Nach mehrfachen gemeinsamen Projektsitzungen der AST und der KSS Verantwortlichen, konnte dann circa ein Jahr nach dem kreativen Treffen an der Managementtagung der GSK das „okay“ für das Projekt gegeben werden. „Eis im Park“ ergänzt die bestehenden Eisfelder um rund 1200 Quadratmeter; zur Verfügung stehen den Kunden dann temporär über 5000 Quadratmeter. Die Piste beginnt beim Haupteisfeld und führt die Besucher u.a. vorbei an der Fonduehütte und dem original Sylter-Strandkorbdorf. Zusammen mit der Illumination des alten Baumbestands des Parks und dem Rahmenprogramm wird so eine winterlich-weihnachtliche Traum- und Erlebniswelt nach Schaffhausen gezaubert. Einzigartig ist insbesondere auch, dass die Piste in eine hügelige Landschaft gelegt wird und sich damit durchaus anspruchsvolle Anstiege und Abfahrten ergeben. Die temporäre Ergänzung schafft Platz für Erlebnisse von «Hinz und Kunz», für Anlässe von Unternehmen und Vereinen sowie für überraschende Events, die sonst (noch) nicht stattfinden oder die Schaffhausen noch gar nicht gesehen hat.

Aufbau und Betrieb der etwas anderen Eispiste
Eine Eislandschaft zu schaffen sieht einfacher aus als es ist. Nach Fertigstellung der Eisbahn, sieht man nur noch wenig von der versteckten Technik. Es steckt viel Know How, technische Planung, Koordination und Unmengen an Equipment und Helfer dahinter, um perfekte Eisbedingungen zu schaffen. Die Aufbauphase in Schaffhausen beginnt bereits Ende September 2016. Es werden Landschaftsanpassungen vorgenommen und Stromleitungen vorbereitet. Dreieinhalb Wochen vor Eröffnung, rollen 50 Tonnen an Eisbahnequipment an. Mit speziellen Vorrichtungen und über GPS werden die Wege abgesteckt und es wird begonnen, die flexiblen Eismatten der Geländeform anzupassen. Nach wenigen Tagen, sind dann 52‘000 Meter Kühlleitungen im Park verlegt. Zwei große Kälteaggregate, eines davon mit über 6 Tonnen Gewicht, sorgen für perfekte und gleichmäßige Eistemperaturen. Durch permanentes Monitoring wird es ermöglicht effizient und energiesparend die komplette Anlage zu betreiben. Nach erfolgter Platzierung der Kälteanlagen, werden diese mit den Kühlleitungen und Umwälzpumpen zusammengeschlossen und über mehrere Kreisläufe gleichmäßig durchströmt. Für den anschließenden Eisaufbau wird die AST Absorberfläche auf minus 10°C gekühlt. Millimeter für Millimeter erfolgt danach der Eisaufbau. Durch das schichtweise auftragen von Wasser bildet sich eine kompakte und sehr stabile Eisdecke. Nach dem ersten Zentimeter Eis, werden 700 Laufmeter Holzbanden entlang der Strecke aufgestellt und mit eingefroren.
Zeitgleich erfolgt die Installation der Attraktionen und der Lichttechnik rund um die Eislandschaft.
Nach erfolgtem Feintuning der Kältetechnik und aufbringen von total rund 60‘000l Wasser, steht die Eisbahn für Jung und Alt zur Verfügung. Mit einer großen Eröffnung am 28. Oktober 2016 beginnt der Startschuss für „Eis im Park“ und somit das Ende der herbstlichen Langeweile in Schaffhausen.

Rückbau der Anlage
Nach rund 90 Tagen Eisvergnügen im Park, werden die Kältemaschinen abgestellt und das Ende von Eis im Park eingeläutet. Innerhalb von nur einer Woche, wird die komplette Eisanlage abgetaut, die Eismatten aufgerollt, die Kälteanlagen verpackt und fachgerecht auf die Sattelschlepper geladen und zurück ins Lager der AST nach Rüthi verfrachtet. Wenige Wochen später werden nur noch die Erinnerungen einer schönen Zeit mit Eis im Park bleiben, denn alles andere sieht aus wie im Sommer davor.

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